Fragen lernen?

Es scheint paradox – ist man doch, wenn man lernt, ein Fragender. Man fragt sich, wie ein Problem zu lösen sei, welche Schritte getan werden müssen, um Ziele zu erreichen, warum bestimmte Prozesse zu entsprechenden Reaktionen geführt haben etc. Schon al Kind beginnen wir mit dem Fragenstellen. Die nervende Warum?-Phase der Kinder ermüdet die Eltern – und sie beginnen zunächst Antworten zu geben und dann genervt irgendwann einmal zu sagen „Weil es eben so ist!“

Warum aber soll man Fragen lernen?

Wir lernen in der Schule eher, Lösungen zu suchen. Dabei entstehen die Fragen fast von alleine. Therapeuten und Coachs lernen anders Fragen zu stellen. Systemisches Fragen zum Beispiel. Auch Vertriebler lernen, ihre Fragen besser zu formulieren, gezielter, auf den Abschluss hin zu wirken. Wir können also lernen, Fragen zu stellen und müssen feststellen, dass wir mit Fragen oft mehr beeinflussen, als mit Antworten. Fragen haben eine andere Kraft: Sie bieten dem Gegenüber die Möglichkeit, Teil der Antwort oder Begleiter auf dem Weg zur Antwort zu werden. Sie aktivieren.

3 Fragen, die ihnen weiterhelfen

Titelbild Kunst des klugen FragensIn seinem Buch „Die Kunst des klugen Fragens“ beschreibt Warren Berger drei wesentliche Fragen, mit deren Hilfe Sie ihr Unternehmen weiterbringen können. Und ich füge hinzu: Nicht nur ihr Unternehmen, sondern jede, ihrer Unternehmungen:

  • Warum?
  • Was wäre wenn?
  • Wie?

So scheinbar einfach diese drei Fragen klingen, wenden Sie sie mal an. Betrachten Sie eine Situation in ihrem Arbeitsleben, die Sie ändern wollen. Stellen Sie nun das erstemal die Frage: Warum ist das so? Notieren Sie sich ihre Antworten dazu stichpunktartig. Schauen Sie sich diese Stichpunkte genauer an und hinterfragen Sie ein zweites Mal (bei den für sie herausstechenden Stichpunkten), warum das so ist. Notieren Sie erneut ihre Gedanken und Analysen dazu. Wiederholen Sie diesen Vorgang ein drittes Mal.

Nun nehmen Sie die zweite Frage und entwickeln Alternativen: Was wäre wenn? Malen Sie sich diese Alternativen so konkret wie möglich aus und prüfen sie diese mit den Notizen aus den Warum-Fragen.

Dann fehlt nur noch der Schritt in die dritte Fragestellung: Wie? Wie können Sie ihren Alternativen näherkommen? Wie können Sie den ersten Schritt machen, den neuen oder veränderten Zielen zu folgen?

Ich bin gespannt auf ihre Erfahurngen.

 

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